Beispielkonzept 04

Kontrollierte Produktion mit geschützter Weiterbetriebsplanung

Ein Unternehmen aus Life Sciences, Medizintechnik oder Präzisionsfertigung möchte einen definierten Produktionsbereich gegen ausgewählte Störungen absichern, die Produktqualität schützen, sicher stoppen und kontrolliert wieder anfahren.

Kontrollierte Produktion mit geschützter Weiterbetriebsplanung
Betrieb
Kleine oder mittlere Produktionsanlage
Beispielhafter Schutzumfang
Rund 800 m² kontrollierte Produktion und direkt zugehörige Nebenräume
Beispielprozess
Nicht sterile Produktion; Produkt und Verfahren sind noch festzulegen
Betriebsziel
Weiterproduzieren, sicher halten, herunterfahren oder nach freigegebenen Produktregeln wieder anfahren

Anforderung der Bauherrschaft

Was die Kundschaft benötigt.

  • Klare Festlegung von Produkt, Prozess und geschütztem Umfang
  • Kontrollierte Wege für Personen, Material, Produkt und Abfall
  • Geprüfte kritische Medien und Reaktionen bei Ausfall
  • Bauablauf, der den laufenden Betrieb schützt
  • Dokumentierte Prüfungen und Qualitätsfreigabe vor der Nutzung

Entscheide

Was die Machbarkeit klären muss.

  • Welches Produkt, welcher Prozess und welcher regulatorische Weg gelten?
  • Bedeutet Weiterbetrieb Produktion, geschützten Haltezustand, sicheres Abschalten oder Wiederaufnahme?
  • Welche Umgebungswerte und Medien sind für die Produktqualität kritisch?
  • Welche Kontrollen, Qualifizierungen und Revalidierungsnachweise sind nötig?

Vorgeschlagenes Konzept

Ein praktischer Schutzumfang, aus realen Bedürfnissen entwickelt.

Produkt und Prozess zuerst

Produktion und Qualität der Kundschaft legen fest, was wesentlich ist, welche Kontaminationsrisiken gelten und welche Nachweise nötig sind.

Geschützte Produktionsgrenze

Räume, Geräte, Medien, Steuerungen, Daten und Lager werden nach ihrer Bedeutung für den gewählten Prozess zugeordnet.

Kontrollierte Abläufe

Fachplaner stimmen Personen-, Material-, Produkt- und Abfallwege so ab, dass unnötige Kreuzungen und Kontaminationsrisiken vermieden werden.

Ausfall und Wiederaufnahme

Für jedes kritische Medium wird eine freigegebene Reaktion für Weiterbetrieb, Haltezustand, Abschaltung oder Wiederanlauf mit anschliessenden Abnahmekontrollen festgelegt.

Ergebnis

Machbarkeitsstudie / Erstmandat

Das Mandat schafft eine entscheidungsreife Grundlage für Fachplanung und Ausführung.

  • Anforderungsbeschrieb für Schutzumfang und Betrieb
  • Schnittstellenplan für Prozess, Räume, Geräte und Medien
  • Prüfung vorhandener Unterlagen und Festlegung nötiger Abklärungen
  • Varianten für Konzept und Bauetappen
  • Erste Baukosten- und Terminbasis für den geschützten Umfang
  • Strategie für Fachplaner, Beschaffung und Verträge
  • Plan für Prüfungen, Dokumentation und Betriebsbereitschaft

Erstmandat / Machbarkeitsstudie

Einstiegshonorare

Die endgültige Offerte berücksichtigt Grösse, Standort, vorhandene Unterlagen, Fachbeiträge, Vertraulichkeit und gewünschte Ergebnisse.

Machbarkeitsstudie / ErstmandatAb CHF 50'000.-

Hinweis zum Umfang:

Eine ISO-Reinraumklasse beschreibt die Konzentration luftgetragener Partikel. Sie belegt allein weder Sterilität noch die Einhaltung der pharmazeutischen Guten Herstellungspraxis. Produkt, Prozess, Land, Qualitätssystem und Fachnachweise bestimmen die anwendbaren Anforderungen.

Grundlagen

Ausgewählte Quellen

  1. ISO 14644-1:2015 — Classification of air cleanliness by particle concentrationInternational Organization for Standardization
  2. ISO 14644-4:2022 — Design, construction and start-upInternational Organization for Standardization
  3. EudraLex Volume 4 — Good Manufacturing PracticeEuropean Commission
  4. ICH Q9(R1) — Quality Risk ManagementInternational Council for Harmonisation

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Das Vorgehen auf das konkrete Objekt anwenden.

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