Beispielkonzept 02

Wohnüberbauung mit gemeinsamem Schutzbereich

Eine Bauherrschaft oder Betreiberin möchte für zwei Mehrfamilienhäuser einen gemeinsamen Schutzbereich. Er soll die vorgesehenen Bewohnenden aufnehmen, diskret bleiben und nach der Übergabe einfach betrieben werden können.

Wohnüberbauung mit gemeinsamem Schutzbereich
Wohnsituation
Zwei Gebäude mit rund 17 Wohnungen
Wohnungsgrösse
Je rund 100–130 m²
Schutzplätze
Festlegung nach Belegung, lokalen Vorgaben und Betriebskonzept
Verglichene Varianten
Einbau im Neubau, Anschluss an eine bestehende Überbauung oder freistehender gemeinsamer Schutzbau

Anforderung der Bauherrschaft

Was die Kundschaft benötigt.

  • Ein verständliches Konzept für Kapazität und Zugang
  • Sicherer und hindernisfreier Zugang für die vorgesehenen Personen
  • Notwendige Versorgung mit Luft, Licht, Wasser, Abwasser und Kommunikation
  • Klare Verantwortungen für Bauherrschaft, Betrieb und Bewohnende
  • Ein praktikabler Plan für Wartung, Prüfung und Ersatz

Entscheide

Was die Machbarkeit klären muss.

  • Wer erhält einen festen Platz und wie wird die Belegung geführt?
  • Welche lokalen Vorgaben bestimmen Kapazität und Ausrüstung?
  • Wer besitzt, prüft und bezahlt die gemeinsamen Systeme nach der Fertigstellung?
  • Wie erreichen die Bewohnenden den Schutzbereich sicher aus jedem Gebäude?

Vorgeschlagenes Konzept

Ein praktischer Schutzumfang, aus realen Bedürfnissen entwickelt.

Unterbringung nach Belegung

Sitz- und Schlafplätze, Hygiene und Vorräte werden aus der freigegebenen Belegung abgeleitet, nicht aus einer pauschalen Raumgrösse.

Zugang für alle

Zugang und Prioritäten berücksichtigen Kinder, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Gemeinsame Versorgung

Die wesentlichen Systeme werden nach freigegebener Belegung und Ziel für den Schutzbetrieb dimensioniert.

Langfristige Zuständigkeit

Kontrollen, Prüfungen, Schulungen, Ersatz und Kostentragung werden vor der Übergabe zugeteilt.

Ergebnis

Machbarkeitsstudie / Erstmandat

Das Mandat schafft eine entscheidungsreife Grundlage für Fachplanung und Ausführung.

  • Beschrieb von Bewohnenden, Betrieb und Kapazität
  • Prüfung der vorhandenen Grundstücks-, Gebäude- und Technikunterlagen
  • Vergleich der Varianten und Anschlusspunkte
  • Funktions-, Zugangs-, Raum- und Systemprogramm
  • Erste Baukosten- und Terminbasis für den geschützten Umfang
  • Verantwortungs-, Wartungs- und Bewilligungsschnittstellen
  • Empfehlung für Planung und Ausführung

Erstmandat / Machbarkeitsstudie

Einstiegshonorare

Die endgültige Offerte berücksichtigt Grösse, Standort, vorhandene Unterlagen, Fachbeiträge, Vertraulichkeit und gewünschte Ergebnisse.

Einbau in eine geplante ÜberbauungAb CHF 25'000.-
Anschluss an eine bestehende ÜberbauungAb CHF 35'000.-
Freistehender gemeinsamer SchutzbauAb CHF 32'500.-

Hinweis zum Umfang:

Kapazität, Schutzwirkung und Ausrüstung richten sich nach den lokalen gesetzlichen Grundlagen und dem vereinbarten Betriebskonzept. Die Studie betrifft nur den gemeinsamen Schutzbereich und seine Schnittstellen, nicht die Wohngebäude.

Grundlagen

Ausgewählte Quellen

  1. Shelters for the populationSwiss Federal Office for Civil Protection
  2. FEMA P-361: Safe Rooms for Tornadoes and HurricanesU.S. Federal Emergency Management Agency

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Das Vorgehen auf das konkrete Objekt anwenden.

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