Mit einer Grundlage für alle Gefahren arbeiten
Die WHO empfiehlt für den Weiterbetrieb von Gesundheitseinrichtungen einen Ansatz für alle Gefahren, der auf dokumentierten Annahmen und einer lokalen Risikobeurteilung beruht. Das bedeutet nicht, jede denkbare Gefahr zu planen. Gemeinsame Bedürfnisse der Leistungen werden zuerst erfasst und bei begründetem lokalem Risiko um gefahrenspezifische Massnahmen ergänzt.
Die Klinik legt Störungsszenarien und deren Auswirkungen auf Menschen, Zugang, Versorgung, Geräte, Informationen, Material und Überweisungen fest. Der Plan priorisiert die für Einrichtung und Bevölkerung wichtigsten Risiken.
Leistungen drei Reaktionen zuordnen
Die medizinische Leitung ordnet jede Leistung dem Weiterbetrieb, dem sicheren Beenden oder der Wiederaufnahme zu. Der Entscheid berücksichtigt Patientengruppe, Fähigkeiten des Personals, Medikamente, Geräte, Privatsphäre, Infektionsschutz, Unterlagen, Versorgung sowie den Weg für Eskalation oder Überweisung.
Auch eine einfache Sprechstunde kann von Kühlung, Laborresultaten, digitalen Akten, Wasser, Speziallüftung oder einem verlässlichen Überweisungsnetz abhängen. Der Abhängigkeitsplan macht diese versteckten Anforderungen sichtbar.
Einen geschützten Weiterbetriebsbereich festlegen
Die ausgewählten Räume und Nebenfunktionen bilden einen klaren Bereich; nicht die ganze Klinik muss in Betrieb bleiben. Eine Fachperson für Gesundheitsbauten koordiniert Wege für Patientinnen, Patienten und Personal, Hindernisfreiheit, Privatsphäre, Hygiene, Lagerung und Trennung. Ingenieure berechnen die Versorgung aus der tatsächlichen Behandlung und den Geräten.
Arbeiten im Bestand benötigen Etappen, Staub- und Infektionsschutz, Brandabschnitte und den sicheren Weiterbetrieb nicht betroffener Bereiche. Die Bauablaufplanung ist Teil der Patientensicherheit.
Wasser, Hygiene, Abfall und Strom als medizinische Infrastruktur behandeln
Das WASH-FIT-Modell der WHO verbindet Wasser, Sanitärversorgung, Hygiene, Umgebungsreinigung und medizinische Abfälle. Verlässlicher Strom unterstützt Wasserpumpen, Reinigung, Abfallbehandlung, Kühlung, Beleuchtung, Lüftung und Klimatisierung. Diese Abhängigkeiten sollten gemeinsam und nicht als getrennte technische Systeme beurteilt werden.
Das Projekt legt fest, was wesentlich ist, welcher Unterbruch akzeptiert wird, wie die Ersatzversorgung funktioniert, was überwacht wird und wie bei Ausfall reagiert wird. Medizinische Spezialmedien werden nur aufgenommen, wenn der freigegebene Leistungsbeschrieb sie erfordert.
Wiederaufnahme vor der Störung planen
Die Kriterien für die Wiederaufnahme sollten in einer kontrollierten Planungsphase festgelegt werden. Medizinische und technische Verantwortliche benennen Kontrollen, Reinigung, Umgebungsmessungen, Gerätetests, Wiederherstellung von Daten, Ersatz von Material und Freigabeverantwortung.
- Die medizinisch verantwortliche Person bestätigt das Leistungsmodell
- Technisch Verantwortliche prüfen betroffene Versorgung und Geräte
- Massnahmen des Infektionsschutzes sind abgeschlossen und dokumentiert
- Abweichungen und nicht verfügbare Funktionen werden mitgeteilt
- Die berechtigte Stelle gibt die kontrollierte Wiederaufnahme frei
Fazit
Das Ziel ist nicht, Spitalfähigkeit zu behaupten. Ausgewählte ambulante Leistungen sollen sicher erhalten, ungeeignete Tätigkeiten kontrolliert beendet und der Normalbetrieb mit Nachweisen wiederhergestellt werden.
Grundlagen
Quellen und weiterführende Informationen
- Health service continuity planning for public health emergenciesWorld Health Organization
- WASH FIT: a practical guide for improving quality of careWorld Health Organization
